Mehr vom Richtigen – die Biotonne im Fokus

FES richtet die Aufmerksamkeit auf die Biotonnen in Frankfurt. 
Das Ziel: Eine Steigerung der Bioabfall-Mengen, aber auch der Qualität.

Biogas und Kompost – das sind die beiden wertvollen Ressourcen, die FES mithilfe des Tochterunternehmens Rhein-Main Biokompost GmbH (RMB) aus Bioabfall gewinnt. Die im Berichtszeitraum erzeugten Mengen an Kompost und Kompostprodukten betrugen 39.965 Tonnen (2018) und 46.850 Tonnen (2019). Hinzu kamen im Jahr 2018 15 Millionen Kilowattstunden Biogas, die am Ende ins Erdgasnetz eingespeist werden konnten. 2019 konnte die Einspeisung auf 19,5 Millionen Kilowattstunden gesteigert werden.

Dennoch hat die Biotonne bei einigen Bürgern nicht das gute Image, das sie verdient. Aus Sorge vor Geruchsentwicklung wird der Bioabfall insbesondere im Sommer nicht separat gesammelt und landet im Restmüll. Andererseits gibt es immer wieder Fehleinwürfe, die häufig auf falschen Informationen beruhen. So werden beispielsweise Straßenkehricht, Staubsaugerbeutel oder auch vermeintlich abbaubare Tüten in die Biotonne geworfen. Das verursacht ernstzunehmende Probleme. Während Straßenkehricht den Prozess der Bioabfallvergärung stört und Schäden an der Anlage verursacht, verrotten „Biotüten“ zu langsam und nicht vollständig. Auf diese Weise landen kleinste Kunststoffteile im Kompost und damit im Boden. Kommunikation über eine sinnvolle Benutzung der Biotonne ist also in vielerlei Hinsicht wichtig.

Die Biotonne

Mit Aufklärung und häufiger Leerung zu besserer Abfalltrennung

FES begegnet dieser Herausforderung auf zwei Wegen. Gemeinsam mit dem Umweltamt der Stadt Frankfurt am Main wurde ein Modellversuch gestartet. Für die Sommermonate der Jahre 2019 und 2020 wurde in repräsentativen Modellregionen der Stadt das Leerungsintervall von vierzehntägig auf wöchentlich verändert. Die öfter geleerten Tonnen sollen Barrieren abbauen und Bürger dazu animieren, sie häufiger zu benutzen.

Ergänzend steht seit November 2018 die Biotonne im Fokus einer Informations- und Aufklärungskampagne. Mit den leicht verständlichen Claims „Kein Plastik in die Biotonne“ und „Mehr Bio in die Biotonne“ werden alle Bürger erreicht. Die Slogans finden sich auf 21 Trommel- und 6 Kastenfahrzeugen der Müllabfuhr und sind somit in der Stadt präsent. Zudem werden u.a. Tonnenaufkleber, Anzeigen, Flyer und Promotions auf Wochenmärkten eingesetzt, um auf die vermehrte und richtige Nutzung der Biotonne hinzuweisen und damit auf diesen besonders effektiven Recylingweg aufmerksam zu machen.

Die Maßnahmen werden voraussichtlich bis ins Jahr 2021 fortgesetzt, da die weitreichenden Veränderungen durch die Corana-Pandemie im Frühjahr 2020 die Ergebnisse des Projekts schwer vergleichbar mit Vorjahreswerten machen.

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